Der Mast ist noch gut in Schuss, braucht aber ein bisschen Liebe. Das alte Kabel zum Dampferlicht ist beispielsweise korrodiert, und muss ersetzt werden. Ein paar Beschläge und Blöcke waren kaputt und mussten ausgetauscht werden. Ein paar nette Erweiterung standen auch an.
Ursprünglich gab es nur eine Lampe im Mast. Das Dampferlicht, das unterhalb der Saling montiert ist. Das Ankerlicht musste immer an einer Leine gehisst werden. Mein Plan war ein Toplicht oben auf dem Mast zu montieren, also mit Ankerlicht und eine Dreifarbenlaterne. Ein Deckstrahler, eine Funkantenne und ein Windsensor sollte auch mit auf den Mast. Ziemlich viel für so ein kleines Boot, aber wenn schon, denn schon. Diesmal sollten es nur verzinnte Kabel sein, die hoffentlich lange halten. Im Winter 2021 war es dann soweit. Alles Material war gekauft, die Kabelbäume vorbereitet.


Als alles montiert war, konnten die alten Kabel raus. Der neue Kabelbaum war deutlich umfangreicher. Wie die alten Kabel im Mast verlaufen wusste ich nicht. Gibt es ein Leerrohr, oder hängen die Kabel einfach so rum? Ich hatte mir darüber vorher Gedanken gemacht und war auf alles vorbereitet. Das letzte was ich möchte ich ein Kabelbaum der bei jeder Welle innen an den Mast schlägt und mir den Schlaf raubt. Der Mastfuß musste demontiert werden, was nicht einfach war. Es waren nicht mehr die originalen Nieten verbaut. Scheinbar hat jemand billige Nieten aus dem Baumarkt verwendet. Sie waren schon teilweise verrostet.




Innen war kein Leerrohr. Das alte Kabel wurde von kleinen Metallbügeln gehalten, die jedoch nicht bis ganz oben gingen. Die neuen Kabel habe ich mit Schaumband umschlungen und zusätzlich mit Kabelbindern von anschlagen am Mast abgehalten.





Einen Ausgang für die neuen Kabel zu finden war nicht leicht. Es gibt nur sehr kleine Öffnungen durch die man hineingreifen kann. Vor allem das NMEA 2000 Kabel war eine Herausforderung. Das Anklemmen an den Lampen, war vergleichsweise einfach. Pünktlich zum Kranen war alles soweit fertig dass der Mast wieder gesetzt werden konnte. Der Aufwand mit dem Kabelbaum hat sich jedenfalls gelohnt. Im ersten Sommer nach dem Mastrefit war kein Klappern, oder sonstige Geräusche zu hören. Der ruhige Schlaf ist gesichert.

Was sonst noch so defekt defekt war, habe ich gleich mit repariert. Der Aufwand hielt sich in Grenzen. Die Beschläge für den Spibaum scheinen lang nicht mehr benutzt worden zu sein. Ich plane das zu ändern. Segeln mit ausgebaumter Fock, oder mit Spinnaker werde ich sobald wie möglich testen.
